Wie sage ichs dem Kinde

Die natürlichste Frage der Welt (weil ich hätte sie auch gestellt, lach) zu so einem Plan wie dem hier, scheint die „und Dein Sohn?“ zu sein. Berechtigt. Trage ich doch seit 3 Jahren zu 90% die Verantwortung für ihn. Na gut, vielleicht sind es auch 85%, keine Ahnung, aber Fakt ist, er wohnt mit mir zusammen. Ich kann also nicht verreisen, ohne ihn zu berücksichtigen. Für mich stand keine Sekunde in Frage, ob er denn überhaupt mitkommt.

Mit Kind verreisen ist klasse!Stopp! Stimmt so nicht! Ich habe nicht überlegt, ob ich ihn mitnehmen sondern ich habe kurz gezweifelt, weil ich nicht wusste, was er zu all dem sagen würde. Wollen wir mal ehrlich sein, er ist 5. Mit 5 Jahren bekommt man so eine Ahnung, dass man wirklich zu allem eine eigene Meinung hat, groß ist und eigentlich schon alleine überleben könnte ABER mit 5 ist man auch der Meinung, dass man noch ganz schön oft genauso klein wie eben vorlaut ist. Und das mit gutem Recht.

Wir reisen nie viel. Die Reisen, die wir aber gemacht haben, waren Gold wert und würde ich immer wieder tun! Emil ist der geborene Reisegefährte 🙂

Vorbereitung von Kindern auf eine Reise, ja oder nein?

Geschickt wie ich bin, habe ich mal zum einschlafen den Podcast von Bärti On Air gehört (Link gibt es unten). Janina reist mit dem 5jährigen Max um die Welt. DAS hat Emil absolut begeistert! Seit dem singt er das Lied „wir machen eine Weltreise und besuchen die Koalas“. Teil eins meiner Vorbereitungen lief also ganz gut. In den nächsten Tagen führten wir diverse Gespräche über Urlaube, Reisen und ferne Ziele. Emils Begeisterung nahm fast Überhand und ich legte das Thema über Weihnachten auf Eis.

Als ich mich dann entschloss, das Projekt zu starten, zeigte ich eines Abends Emil Bilder aus Bali. Die AUGEN hättet ihr sehen müssen. Das Kind setzte sich aufrecht hin, hielt die Klappe (ich meine HEY, das ist DER Ausdruck an Begeisterung – Eltern wissen das) und wollte mehr und mehr sehen. Ok, liebes Universum, diesen Hinweis habe ich deutlich verstanden 🙂

Seit dem reden wir von Bali als unser Traumreiseziel. Ich erwähne dann immer, dass wir dort hin reisen können, wenn Mama viel spart und bis dahin noch etwas arbeitet. Aber ich sage auch ganz klar, dass wir es uns zum Ziel stecken, dort einmal hinzufahren. Komme was wolle!

Ich gehe fest davon aus, dass dieses Projekt klappt!!! Aber ich kenne mein Kind. Wenn ich jetzt von definitiven Reiseplänen erzähle, dann verstrickt er sich in 100 Gedanken und Sorgen. Angefangen von „MAMA, die reden dort ja gar kein Deutsch“ bis hin zu „wo schlafen wir da“ würde er alles 100 Mal hin und her kauen. Daher werde ich erst dann aktiver mit ihm darüber sprechen, wenn eine Reiseplanung steht und ich definitiv 4 Flüge in den Händen halte.
Dann allerdings darf er sich jede Sekunde mit mir freuen und mit aufgeregt sein – ich bin es jedenfalls seit TAGEN 😉

Bis dahin reicht es also, wenn ich mich stresse 😀 Oder?

 

Wie macht ihr das mit Reisen? Kündigt ihr sie an? Besprecht ihr viel mit euren Kindern wann es wohin geht? Da wir nicht viel reisen, ist das für mich echt Neuland!

 

Petra

Schau mal, das passt zum Thema

One Comment

  • Gisela Bongardt
    2. Januar 2017 at 12:02

    Liebe Petra,

    ich bin seit sieben Jahren zu 100% für mein Kind verantwortlich und ich bin immer sehr gerne gereist.
    Und sei es nur in Deutschland herum, zu Pfingstlagern, in den Spreewald etc.

    Fernreisen haben wir noch nicht gemacht, einfach weil ich das Geld nicht habe.
    Aber ich spinne meiner Tochter schon seit Jahren eine Chinareise vor und sie ist genauso angetan wie ich.

    To cut a long story short: Wo immer ich mit ihr hingefahren bin, war das Wichtigste: Mama ist da und alles ist gut.
    Und Du weißt doch selber, wie schnell ein Kind Sprachbrocken lernt (vor allem noch mit fünf!).
    Kein Deutsch? Nach einer Woche völlig egal… 🙂
    Wenn er begeistert ist, wenn Du begeistert bist, was soll passieren?
    Er wird es lieben – hey, Bali ist ne Insel und ne Insel hat STRAND! (Meine Tochter war 9, als wir vor gut einem halben Jahr hierher an die Ostsee zogen, und sie hat sich schneller eingelebt und „zu Hause“ gesagt, als ich „Schollenfilet“ sagen konnte!)

    Ich las hier gestern ein Meme, in dem stand: „If Mama’s not happy, nobody’s happy“. Und wenn das auch witzig gemeint war (die Dame hat mit ihrem Mann vier Töchter), so hat es doch für mich eine klare Botschaft: Nur Du kannst Dich glücklich machen – und ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Kind in Deinem Kielwasser schwimmt und genauso glücklich und entspannt ist wie Du.

    (Boaah, wat bin ich heute POSITIV, hömma!)

    Liebe Grüße von der blitzeblauen Ostsee!

    Gisela

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Hey! Hier schreibt Petra: Mama, Autorin, kreativer Kopf und ab sofort auch Reiseplanende. Schön, dass Du uns auf unserem Weg zur Reise und vielleicht sogar während der Reise begleitest! Mit auf Reisen und immer dabei: Mein Sohn.

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