Warum ich groß denke

Ein Buch schreiben. 3 Monate Bali. Neu orientieren. Sich selbst finden. Burnout besiegen.

 

Das sind nun wirklich alles keine Kleinigkeiten, oder? Also jedenfalls wenn man das zusammen betrachtet.
Andere würden sagen, warum denkst Du denn so groß? Geh doch erst mal Schritt für Schritt und sichere dich doch erst mal ab…
Und wisst ihr was? Das darf auch jeder so sagen! Denn jeder ist anders, jeder hat ein eigenes Bedürfnis und eigene Strategien, wie er das Leben meistern will. Ich mag dennoch mal erzählen, warum ich mich für so eine Denkweise entschieden habe, was dahinter steckt.

Groß denken – was heißt das?

Für mich ist gerade die Zeit gekommen, groß zu denken. Warum? Ich habe ein Kind, muss Rechnungen bezahlen, ich habe Verwantwortung. DAS sind die Gedanken, die mein Verstand mir zuraunt. Nur leider macht mein Kopf daraus auch gern mal „das alles schaffe ich gar nicht“. Ein wirklich unpraktischer Nebeneffekt, wenn man zu depressiven Phasen neigt. Daher habe ich mir überlegt, ich muss mich selbst wohl etwas besser austricksen!

Wie geht das?

 

Erster Schritt: Ich brauche ein Ziel, ein Lebensziel, etwas worauf ich hinarbeiten will und kann, etwas was mich wirklich glücklich macht. Das kann etwas Kurzfristiges sein oder etwas, was eben länger dauert.

 

Zweiter Schritt: Dann lasse ich meine Fantasie spielen und visualisiere dieses Ziel in allen erdenklichen Einzelheiten. Das ist wichtig! Dabei ist es völlig belanglos, ob die Einzelheiten des Traumes realistisch sind! Darum geht es gar nicht 🙂 Es geht darum, dem Kopf ein möglichst positivies Bild von meinem Ziel zu vermitteln.

 

Ein Beispiel:
Ich sitze mit Laptop am Strand on Bali. Die Sonne scheint. Der Sohn spielt am Meer, lernt schwimmen. Und ich sortiere alle Rechercheergebnisse zum Thema Depressionen. Zeitgleich verhandle ich mit einem Verlag darüber, wie und wo die erste Lesung abgehalten wird. Neben mir steht ein Drink. Ein Papagei schreit. 

Wie „groß denken“ dich positiv beeinflussen kann

Ja, die Welt ist nicht der heilste Ort auf dieser Welt, aber ich kann sie mir doch so vorstellen, was hindert mich daran? Denn wenn ich mir ein Ziel ausmale, dann passiert etwas in meinem Kopf:
Das Unterbewusstsein kann zwischen Realität und Vorstellung nur sehr sehr schwer unterscheiden.

Ein Negativ-Beispiel:
Darum haben wir beispielsweise oft Angst und Sorge vor etwas, was überhaupt noch gar nicht statt gefunden hat. Wir stellen es uns als so schlimm vor und unser Unterbewusstsein springt voll drauf an: Wenn wir uns etwas Gefährliches vorstellen, steigt unser Puls. Umso länger dieser Zustand anhält, umso schlimmer erscheint uns etwas. Leider beruhen auf solchen Mechanismen die meisten Zwangsstörungen. Weil wir denken, „wenn wir das nicht tun, passiert etwas noch schlimmeres“. OBWOHL wir das weder wissen, noch ist diese Eventualität jemals eingetroffen. Mist! Oder?

 

Wie kann ich das jetzt für mich nutzen? In dem ich die gedachten Bilder eben nicht negativ behafte – sondern in jedem Bereich und mit allen Aspekten positiv. Ich sag es noch mal: In jedem Bereich! Denn mein Unterbewusstsein ist so simple. Erinnert ihr euch noch? Ich hab mein Unterbewusstsein im PostIt-Beitrag als kleinen Kerl beschrieben. Der kleine Kerl ist sehr… simpel. Er denkt jedenfalls nicht „oh je, das ist ja wohl ein Traum, lass das mal bleiben“. Das denkt nämlich nur der aktuell aggierende Verstand. Mein Unterbewusstsein-Kerl lässt sich nicht stören, der sitzt  in meinen Auszeiten, wenn ich an mein Ziel denke total entspannt vor dem Fernseher und schaut sich dort meine neuste Casting Show „wir entwickeln den coolsten Traum“ an. Die Show ist gut! Das merkt man daran, dass es direkt Herzflattern oder zumindest ein Grinsen ins Gesicht gibt 🙂

 

Irgendwann ist das Unterbewusstsein aber angefixed und will diese Show jetzt auch mal live erleben. Das ist ja total blöd, immer nur so zugucken. Und so fällt es uns plötzlich definitiv leichter, uns zu motivieren. Weil unser Unterbewusstsein weiß ja schon, wie es sich anfühlt – dank der Show! Da wollen wir ja hin!

Bist Du nicht enttäuscht

Wenn es nicht klappt? Nein, denn das muss ich mir natürlich vorher selbst erklären. Ich habe ja ein Ziel entworfen und zu einer Unterbewusstseins-Show überspitzt. Aber: Es bleibt eine Show! Das war keine Live-Sendung. Sprich: Man ist ja nicht naiv. Man weiß, dass das Leben von so vielen Faktoren abhängt und es hinterher immer anders aussehen kann. Ich weiß zum Beispiel, dass ich nicht schreiben kann, während der Sohn im Meer turnt. Dann wird dieses Detail vielleicht anders aussehen? Keine Ahnung! Aber ich habe dennoch den Weg dorthin geschafft und bin nicht in irgendwelche negativen Spiralen gerutscht. Das ist das Wichtige!

 

Groß denken kann also ganz schön was bewirken und ist keine Träumerei!

Petra

Schau mal, das passt zum Thema

2 Comments

  • Aileen
    20. Februar 2017 at 15:30

    Sehr schön geschrieben !

    • Petra
      Petra
      3. April 2017 at 11:51

      Danke!

Hinterlasse uns doch einen kleinen Kommentar - wir freuen uns!

Das sind wir

Petra

Hey! Hier schreibt Petra: Mama, Autorin, kreativer Kopf und ab sofort auch Reiseplanende. Schön, dass Du uns auf unserem Weg zur Reise und vielleicht sogar während der Reise begleitest! Mit auf Reisen und immer dabei: Mein Sohn.

Begleite uns doch

Möchtest Du einen regelmäßigen Brief von mir an Dich?

Facebook Gruppe

Finde hier Austausch in einem geschützten Raum!

Werbebanner

Werbebanner