Du lässt Dir eine Reise finanzieren?

Diese Frage werde ich BESTIMMT öfter zu hören bekommen, wenn das Crowdfunding online geht, das zeigten mir schon die Reaktionen der Testleser. Abgesehen davon: Momentan ist das Netz da draußen ja eher… nun ja es ist Anfang des Jahres, viele sind unzufrieden und lassen es leider an den Nachbarn aus. Ich nutze aber Kritik und bin dafür dankbar! Nur so kann man sich weiter entwickeln.

 

Und was diesen Beitrag angeht, so kann ich ja direkt mal damit anfangen: Ich bin dankbar, dass ich so einen Grund für einen Beitrag habe und beantworte direkt mal die Frage, ob ich mir hier eine Reise erschleiche oder nicht. Gut oder? Der Dankbarkeits-Buddhismus wäre stolz auf mich 😀

Die will nur eine Reise tun

Zunächst mal: Ja, wenn man es stark herunter bricht, dann ist das Crowdfunding dafür da, dass ich meine Kosten decke, die mir durch die Reise nach Bali entstehen. Ha! Habt ihrs doch gewusst, oder? Ich erschleiche mir eine Reise! Ne ihr lieben Leser, so einfach ist es dann doch nicht. 😉
Denn das hier ist eine Art Exempel:
Ich bin eine von ca. 80% der Mütter (ich suche noch raus, wo die Zahl her ist), die an Postpartale Depression litt – kurz an Wochenbettdepressionen. Seit dem kämpfe ich damit stetig weiter, oft kaum zwischen BurnOut und Depression unterscheidend.

 

Wie mir ergeht es vielen Müttern – und selbstverständlich auch Vätern – tagtäglich. Die Dunkelziffer ist undenkbar und leidvoll groß. Die Welt steht plötzlich Kopf, die Hormone fahren Karussell und die Verantwortung ist plötzlich riesig. Die ein oder andere (oder der andere) hat zudem in der Kindheit noch irgendwas mitbekommen, was nun als Trigger das komplette Herz ausschaltet. BÄHM. Nichts geht mehr. Da ist keine Liebe mehr. Nur noch Angst, Beklemmung.

Wer es über die erste Wochenbettdepression schafft, kann froh sein. Dann normalisiert sich der Alltag wieder. Dann gibt es aber Eltern, bei denen bleibt etwas. Wie ein kleiner Parasit, der ständig lauert und zuschlägt, wann immer sich die Gelegenheit bietet. Ich nenne das Eltern-BurnOut. Vermutlich ein nicht korrekter Begriff, soll aber heißen, dass wir Eltern mit dem selbstgemachten UND gesellschaftlichen Druck nicht fertig werden. Dann kommt es zu BurnOuts oder weiteren Depressionen; oft unbehandelt, oft einfach als „schlechte Phase“ abgetan.

Warum erzählt die das? Komm mal zum Punkt!

Schon gut! Ich komm ja zum Punkt.

Es gibt nämlich Wege aus dieser Spirale heraus; Wege den Parasiten in den Griff zu bekommen! Es gibt Möglichkeiten, die dich als Mutter / Vater lehrt, dein Kind mit Haut und Haaren zu lieben, einen Weg, der dir zeigt, du selbst bist keine Versagerin.

 

Dann gelingt es sogar, dass man die Perspektive um 180°Grad dreht, man plötzlich ungeahnte Kräfte findet, sein Leben neu sortiert und endlich, endlich den Weg einschlägt, den man schon immer gehen sollte!
Ich wechsle die Perspektive bzw. direkt mal das ganze Land, um freier zu schreiben
Dann gelingt es, sich selbst von allen „das kann ich nicht“ zu befreien und so etwas völlig beklopptes wie eine Buch-Reise nach Bali zu organisieren!
Ich überspitze, um zu zeigen, WAS alles möglich ist, selbst etwas, was ich sonst nie machen würde
Dann gelingt es, den anderen Millionen von Eltern ein Sprachrohr zu sein und das Schweigen, welches so oft auf der Depression lastet, zu brechen!
Ich nutze diese verrückte Idee, um das große Ganze in den Vordergrund zu stellen

 

DAS soll mein Buch und meine Reise zeigen.

Glaubste nicht? Na, wir werden sehen, oder? 🙂
Mein Traum ist also keine Reise – zugegeben, Bali ist schön (und schöner als der heimische Tisch mit all den Verpflichtungen und Ablenkungen und Triggern und… ihr wisst, worauf ich hinaus will?), aber Bali ist nicht der Hauptgrund für eine Reise. Im Gegenteil, ich weiß genau, das mich dort ganz anderer Kummer erwartet. Aber warum Bali das Ziel der Reise ist, schreibe ich bald auch auf.

Der Punkt ist aber doch der: Mein Traum ist eine Lesung meines Buches mit 50 Bali-Bildern als Hintergrund-Show und im Publikum sitzen Eltern, die endlich verstehen: Es geht vorbei! So wie alles im Leben. Und wenn es vorbei ist, dann gehe ich gestärkt daraus hervor und mache endlich das, wozu ich mich selbst bestimmt fühle!

 

Dieser Traum finanziert sich nur leider nicht allein; unpraktisch und für mich sehr unangenehm, aber Fakt. By the way, sollte es nicht klappen, schmolle ich nicht rum. Sollte es nur für 4 Wochen reichen, dann ist das so. Aber ich habe mir eben ein Ziel gesetzt – so i will go for it!

Ich werde jedem Danken, der mir hilft – egal wie. Ich werde mich über jedes Wort, Cent oder Zuspruch freuen, wie Bolle! Da könnt ihr euch gewiss sein 😀

 

Dein Petra
Danke, dass Du da bist

 

Petra

Schau mal, das passt zum Thema

6 Comments

  • giuliablack
    25. Januar 2017 at 23:27

    Finde ich eine klasse Idee um aus diesem „tristen“ Alltagstrott/-wahnsinn herauszukommen. Ich stelle mir Bali wahnsinnig schön vor und würde mich, sofern alles klappt, über Bilder freuen. Halt deine Leser auf jeden Fall auf dem Laufenden 🙂

  • Kristina
    26. Januar 2017 at 8:41

    Liebe Reiseplanende Petra,

    du bist auf dem richtigen Weg! Mit Freude hinterlasse ich diesen Kommentar, denn ich weiß wovon ich rede und du träumst!
    Meine Geschichte startet – irgendwo zwischen Wochenbett Depression und Eltern Burnout – mit diesem Wunsch: Reisen, um mich zu finden!
    2 x für je 3 Monate hatten wir das unglaubliche Glück (und auch alles mögliche dafür getan) mit Rucksack durch Asien zu reisen.
    So eine Reise ist wie ein ungeöffnet Koffer an Emotionen, nach und nach fiel es mir vor die Füße. Ich liebe diesen Weg und er funktioniert.
    Er ist nicht einfach und auch nicht immer paradisisch! Und auch nicht für JEDEN! Deine Geschichte wird es wert sein. Ich freue mich auf dein Buch! Ich freue mich auf Euch in Bali. Ich freue mich auf lange Gespräche am Strand. Wir sehen uns! …Denn ab April werden meine Familie und ich wieder los ziehen. Die Ferne, die Weite, das Abenteuer…es ruft und macht süchtig!
    Alles Liebe,
    Kristina

  • Gabriela von Mami bloggt
    26. Januar 2017 at 8:54

    Hallo Petra, ich finde es sehr toll, was du dir da vorgenommen hast!!! Sind es nicht gerade die ungewöhnlichen Wege, die uns zu ganz besonderen Persönlichkeiten heranwachsen lassen? Ich drücke dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen – und stehe dir sehr gerne mit Rat & Erfahrung zu Bali zur Verfügung 😊 Ganz liebe Grüße Gabriela

  • limalisoy
    26. Januar 2017 at 10:31

    Ich finde dein Projekt großartig und bin total gespannt auf das, was dann auf Bali passieren wird. Wie du Höhen genießt und Tiefen (ggf. auch mit Schreibblockaden) überstehst. Denn gerade dass und wie du sie überstehst, wird die Qualität des Buches um ein VIELFACHES authentischer machen.
    Ganz liebe Grüße,
    Yvonne

  • Anja9600
    26. Januar 2017 at 20:00

    Hallo Petra,
    ich drücke Dir die Daumen, dass es klappt und Du den Alltag durchbrechen kannst. Ich finde es sehr mutig von Dir, diesen Schritt zu wählen.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

    • Petra
      Petra
      3. April 2017 at 11:52

      Danke schön! Es hat leider nicht funktioniert. Aber dann klappt es eben anders!
      🙂

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Das sind wir

Petra

Hey! Hier schreibt Petra: Mama, Autorin, kreativer Kopf und ab sofort auch Reiseplanende. Schön, dass Du uns auf unserem Weg zur Reise und vielleicht sogar während der Reise begleitest! Mit auf Reisen und immer dabei: Mein Sohn.

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