Das „Wer bin ich“-ABC

Momentan lese ich gerade wieder viel. In jeder Minute, die mir bleibt, irgendetwas. Ich liebe diese Phasen, da entdecke ich die besten Dinge. Es hilft manchmal, die Gedanken auszuschalten und gibt zu gleich neue Impulse. Das finde ich einfach super!

 

In einem Buch, das ich rezensieren möchte, fragt sich ein Teenager, warum wir auf die Frage mit „und wer bist du?“ mit unserem Namen antworten. Wir sind doch eigentlich so viel mehr als nur unser Vorname?! Ca. 3 Tage vorher habe ich bei Nadine von Buntraum ein „Was ist mir wichtig“-ABC gelesen. Man schreibt zu jedem Buchstaben auf, was einem wichtig ist. Ich finde, das sagt sehr viel über uns aus und darüber, wer wir hinter dem zufällig gegebenem Namen sind. In meinem Kopf war sofort die Idee, das machst du auch.

Gerade Menschen, die oft an sich zweifeln, die oft nachdenken, sich in den Gedanken verlieren, ist es enorm hilfreich, sich wieder vor Augen zu führen: Hey, das da, das sind Dinge, die mir wichtig sind, das bin ich, das macht mich aus!

 

Und weil das immer alles so schön gesagt ist, lade ich euch ein, mit mir ein ABC auszufüllen. Aber Achtung, es ist nicht so einfach, wie es sich anhört.
Habt ihr Papier und Stift? 🙂 Es gibt sonst keine weiteren Regeln. Es gibt auch kein Falsch oder Richtig. Es gilt nur, sich wieder mal selbst in die eigenen Überzeugungen zu sehen… Dann mal los!

 


 

Das „Wofür stehe ich“ ABC

Akzeptanz – mir ist es wichtig, dass ich Dinge, die ich nicht ändern kann, akzeptiere. Ansonsten hört mein Kopf nämlich nicht auf zu denken… Und es wäre der Welt geholfen, wenn wir uns alle selbst und gegenseitig mehr akzeptieren würden.

 

Bücher – ohne sie wäre ich verzweifelt. Ich mag Podcasts, aber eReader… Bitte, bitte Papier <3 Es gibt so viele gute Gründe, warum man lesen sollte. Vielleicht verblogge ich das mal?!

 

Clan-Leben – ich glaube daran, dass der Mensch nicht alleine leben kann. Keine Eltern der Welt können ihre Kinder 100% allein erziehen und jeder Mensch braucht Freunde und Weggefährten. Gemeinsam können wir viel, viel mehr erreichen und erleben. So wichtig!

 

Denken – wenn ich in unserem Land nicht mehr denken und reden dürfte, wie ich wollte, ich würde eingehen wie eine Primel. Oder eben im Gefängnis landen. Das geht so nicht! Denken und es aussprechen muss erlaubt sein!

 

Essen – man sieht es mir an, aber ich schwöre auf Soulfood. Manchmal gibt es einfach nichts besseres als das richtige Essen 🙂

 

Familie – mein Sohn ist der einzige Mensch, der mich so liebt, wie ich bin. Vielleicht bis er der eigenen Therapeutin von mir erzählt, aber bis dahin ist er der wichtigste Mensch in meinem Leben 😉 Aber auch meine restliche Familie (ob nah oder fern) liegt mir am Herzen und erstaunt mich immer wieder.

 

Glaube – an mich, an die Welt, an das Universum, an Buddah, Gott, Schicksal oder wie auch immer man das nennen möchte. Ich glaube daran, dass wir alles schaffen können, dass wir alles sein können, das sich alles fügen wird. Der Glaube ist so wichtig! Egal, woran man glaubt (gewaltverherrlichende Kake ausgenommen!).

 

Hoffnung – ich glaube wirklich, dass es Hoffnung für diese Welt gibt, für mich, für die Natur. Wenn ich diese verlieren würde, würde ich aufhören. Hoffnung ist etwas, was mich weiter machen lässt. Ein guter Grund, finde ich.

 

Internet – ja, das ist mir wirklich wichtig. Dinge nachlesen und -hören zu können, veröffentlichen zu können, mich austauschen zu können: Das Internet macht es möglich. Super Erfindung!

 

Journalismus – über etwas schreiben, ist das eine. Darüber vorher recherchiert zu haben, ist das andere und nennt sich Journalismus. Ich verachte nichts mehr als die „wirklichen“ Fakenews, deren Sinn mir nicht erschließt. Warum prüft man denn nicht, was man erzählt?

 

Klare Strukturen – ich hatte erst überlegt, ob ich „Ordnung“ nehmen soll. Aber bei mir ist es nicht ordentlich. Ich denke, was ich meine, sind klare Strukturen. Was zusammen gehört, soll zusammen bleiben oder zumindest eine Reihenfolge haben. Nicht anders 😀

 

Liebe – kitschig? Ja, ist es! Ich meine nämlich jede Form der Liebe. Wer nicht liebt, lebt nicht. Und ganz besonders alle, die gerade eine negative Zeit haben, müssen sich selbst lieben. Das ist so wichtig!

 

Me-time – ich habe erkannt, dass ich für mich wertvoll bin. Wenn ich nicht funktioniere, dann funktioniert in meiner Welt einfach nichts. Wie auch? Ich bin ja meine Welt. Also brauche ich Zeiten, da bin ich nur für mich da und für niemanden sonst! Dann funktioniere ich auch 😉

 

Natur – ich bin nicht der „so oft es geht, raus gehen“ Typ, aber ich liebe die Natur! Ihre Farben, die Tiere, die Art, wie alles zusammenspielt… Ich meine, ist das nicht großartig, wie alles ineinander greift?

 

Objektivität – auch das hat wieder etwas mit Respekt und Wertschätzung zu tun. Wenn ich nicht objektiv bleibe und mir auch mal andere Meinungen anhöre, verpasse ich vielleicht die wichtigen Gedanken?!

 

Probieren – ich zwinge niemanden (nicht mal meinen Sohn), aber ich sage zu jedem: „Probier doch und wenn es nicht schmeckt, lass es. Aber dann hast du probiert.“ Ich finde es wichtig, Dinge zu testen. Woher soll ich sonst eine Meinung dazu haben? Dazu gehört neben fremden Essen auch mal die Sichtweise zuwechseln, mal andere Argumente anzuhören.

 

Qualitätszeit – mir ist übrigens lieber, man verbringt mit mir 20 Minuten qualitative Zeit alle paar Monate, als 5 Stunden am Stück. Es gibt da Unterschiede 🙂 Aktives Zuhören kann leider nur ein Bruchteil unserer Gesellschaft, obwohl es ein Grundpfeiler ist.

 

Ruhe – ab und an brauche ich totale Ruhe. Weder Radio, noch reden noch Geräusche kann ich dann vertragen. Und das ist ok 🙂

 

Schreiben – wie die Bücher ist Schreiben ein Teil von mir. Ich kann zwar schon mal eine Woche ohne Blogbeitrag sein, aber in meinem Kopf schreibe und schreibe und schreibe ich ganze Romane, Geschichten und Fernsehserien.

 

Tiere – ich kann Tiere nicht leiden sehen! Am liebsten würde ich immer alle retten und vor dem Aussterben in meiner Wohnung verstecken. Ich weine, weil Elefanten und Giraffen vom Aussterben bedroht sind und mein Gehirn kann nie verstehen, was das heißt „ausgestorben“.

 

Umbrüche – ich liebe Veränderungen. Ich mag auch Rituale, aber ich kann auch mal mein Leben über den Haufen werfen. Das finde ich dann immer erst blöd, aber dann setze ich mich gern mit allem Neuen auseinander. Diesen Charakterzug zu akzeptieren hat am längsten gedauert. Vermeindliche Schwächen als Stärke zu erkennen, ist das schwerste überhaupt.

 

Versinken – sich in etwas komplett zu versinken, das ist das Beste. Ob Meditation, ein Buch, Musik oder Kunst. Wer sich richting versinken kann, der hat einen Splitter vom Glück gesehen!

 

Wertschätzung – wir schätzen uns alle viel zu wenig. Dabei ist das doch der Ausgang für ein friedliches Zusammenleben. Nur was ich wertschätze, beschütze ich. Wertschätzen und beschützen heißt übrigens nicht, dass ich einer Meinung sein muss. Ich kann auch wertschätzen, was mir widerspricht.

 

Xundheit – Nadine von Buntraum hat das Wort verwendet. Es bedeutet schlicht „Gesundheit“ im Österreichischen und ich finde es einfach so schön; und es macht das ABC komplett! Abgesehen davon ist die Gesundheit unser höchstes Gut! Also Ja zu Xundheit 🙂

 

Yoga – das ist etwas, was mir nicht unwichtig ist. Ich verbinde damit Achtsamkeit für mich und meinen Körper (und damit auch für die Welt). Es ist mir noch nicht genug in meinem Alltag gefestigt, aber ich arbeite daran!

 

Zivilcourage – dieses Wort ist altmodisch und wir haben sofort Bilder von „ich gehe zwischen sich prügelnde Menschen im Kopf“. Im eigentlichen Sinne bedeutet es aber „sich für andere einsetzen“. DAS ist mir wichtig!

 

So, habt ihr mitgemacht? Bei Nadine könnt ihr verlinken, aber mich würden eure ABCs wirklich mal interessieren!

Danke, dass ihr da seid <3

Petra

Schau mal, das passt zum Thema

2 Comments

  • buntraum
    1. März 2017 at 17:41

    Hach schön. Das ABC erzählt wirklich viel über eine Person. Ich kann so vieles von dem, was Du schreibst nur abnicken. Ich glaube auch an den Clan. Als ich Into the wild gesehen habe und dann noch einen anderen Film, in dem eine Frau allein mit 3 Kamelen durch die Wüste ging, da habe ich gesagt: Das sind wir nicht. Wir sind Herdentiere, wir brauchen andere Menschen, wir gehen sonst ein! Danke fürs Dabeisein! Alles Liebe, Nadine

    • Petra
      Petra
      3. April 2017 at 11:51

      Ich hab gerne daran teilgenommen! Und ich mache am Freitag ein Podcast, der wäre sicher auch was für dich: selbstliebe 😁 danke für deine Anregungen

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Petra

Hey! Hier schreibt Petra: Mama, Autorin, kreativer Kopf und ab sofort auch Reiseplanende. Schön, dass Du uns auf unserem Weg zur Reise und vielleicht sogar während der Reise begleitest! Mit auf Reisen und immer dabei: Mein Sohn.

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